
Reiner Wein eingeschenkt von Peter Ladinig: Preisbetrug mit Wein - Billiger Wein zum Luxuspreis
Bis zu 800 Prozent Preisaufschlag! In vielen Restaurants, Hotels und Bars werden die Gäste ausgenommen wie die Weihnachtsgänse. Die Gäste werden richtig abgezockt, und der Wirt weiß nicht welche Konsequenzen darauf entstehen.
Von Peter Ladinig
Ich bin seit nun sieben Jahren in der Gastronomie und seit zwei Jahren als Präsident der Kärntner Sommelier Vereinigung und des Österreichischen Service Verbandes tätig. Da bin ich in sehr, sehr vielen Restaurants, Bars und Hotels österreichweit und auch in anderen Ländern.
Viele Gäste haben keine oder kaum Ahnung von Wein, und das wird von vielen Betrieben scharmlos ausgenützt.
Die Preise werden künstlich hoch gehalten und wir haben uns daran gewöhnt. Doch welche Leistung steht hinter solch hohen Preisen? Entkorken und ausschenken, das ist oft nicht angemessen. Es fehlt hier schlicht auch die Qualität des Service. Ich nenne die Preispolitik mancher Gastronomen schlicht „Wucher“.
Vor allem beim Italiener, in Lokalen in den bekannten Tourismusorten und in vielen Hotels wird gern abgezockt. Einige Gastronomen kaschieren ihre Mondpreise dann mit Charme und die Gäste schlucken es. Auf Dauer funktioniert das nicht. Die Leute haben fast alle Internet und können Weinpreise nachträglich checken.
Doch wenn wie in manchen Lokalen schlicht nur ein „Riesling“ oder ein „Grüner Veltliner“ auf der Karte steht, funktioniert die Preiskontrolle nicht. In solchen Fällen darf vermutet werden, dass absolute Billig-Plörre ausgeschenkt wird.
In Lokalen in New York oder London läuft es hingegen ganz anders. Dort wird in vielen Winebars der Wein zum Ladenpreis ausgeschenkt plus 10 oder 15 Euro die Flasche. Das lockt die Gäste an und die kommen auch gerne wieder und trinken ein Glas mehr. Auch bei uns gibt es einige wenige solcher Lokale die fair kalkulieren.
Der Faktor 5! Dies dient als Grundregel bei der Preiskalkulation. Das bedeutet: Kauft der Gastronom die Flasche Wein für 5 Euro ein, bietet er dies dann für 25 bis 30 Euro an. Die Realität sieht leider oft anders aus. Bis zum Zehnfachen des Einkaufspreises wird verlangt.
Schuldfaktoren:
Peter Ladinig ist der neue Präsident des Weltdachverbandes aller Service Verbände, der Union Internationale des Maîtres d’Hotel (UIMH). Peter Ladinig ist bereits Präsident der Kärntner Sommelier Vereinigung und des Österreichischen Service Verbandes. Außerdem ist er Direktor der Lion Business Academy sowie Gründer und Vorsitzender des International Court of Education of Hospitality & Tourism. Sein Ziel ist es, alle Fachverbände unter einem Dach zu haben - „Geballte Kompetenz unter einem Dach“ lautet deshalb das Motto. Mehr: http://www.peter-ladinig.com/