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Fipronil in Eiern: Gesundheitliche Gefährdung unwahrscheinlich

Berlin, 07. August 2017
Fripronil in Eiern: Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hält eine gesundheitliche Gefährdung auch für Kinder für „unwahrscheinlich“. Dies ist Ergebnis einer aktuellen Risikobewertung. Zuletzt waren in Eiern und Hühnerfleisch aus Belgien Firponil-Gehalte von bis zu 1,2 mg/kg festgestellt worden. Fipronil ist ein in vielen Ländern als Biozid und „systemisches Pflanzenschutzmittel“ verwendeter Wirkstoff.

Auf Basis von neuen amtlichen Analyseergebnissen aus Deutschland hat das BfR eine Bewertung der bislang wenigen übermittelten Daten vorgenommen. Die Daten aus Deutschland zu Gehalten von Fipronil erreichten Werte bis zu 0,051 mg/kg in Eiern. Nach dieser Datenlage ist nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand eine akute gesundheitliche Gefährdung der betrachteten Verbrauchergruppen, einschließlich Kinder, unwahrscheinlich.

Die gesundheitliche Risikobewertung der in Eiern gemessenen Fipronilgehalte erfolgte auf Basis einer Ausschöpfung der akuten Referenzdosis (ARfD). Die ARfD ist definiert als diejenige Substanzmenge pro kg Körpergewicht, die über die Nahrung mit einer Mahlzeit oder innerhalb eines Tages ohne ein erkennbares gesundheitliches Risiko für Verbraucherinnen und Verbraucher aufgenommen werden kann.

Dem BfR wurden amtliche Analysenergebnisse aus Deutschland zu Gehalten von Fipronil (gemessen als Summe von Fipronil und seinem Sulfonmetaboliten) bis zu 0,051 mg/kg in Eiern berichtet. Legt man die europäischen Verzehrsdaten (EFSA PRIMo, Version 2) zugrunde, ergibt sich für die betrachteten Verbrauchergruppen, einschließlich Kinder, eine Ausschöpfung der ARfD von bis zu sieben Prozent.

Das BfR hat einen Fipronilgehalt von 0,72 mg/kg für Eier ermittelt, bei dem es für keine der betrachteten Verbrauchergruppen, einschließlich Kinder, zu einer Ausschöpfung der ARfD kommt. Bei der Risikobewertung wurden sowohl verarbeitete als auch unverarbeitete Erzeugnisse berücksichtigt. Eine gesundheitliche Gefährdung ist unwahrscheinlich, wenn die abgeschätzte maximale Aufnahmemenge unterhalb der ARfD bleibt.

Nach dieser Datenlage ist nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand eine akute gesundheitliche Gefährdung der betrachteten Verbrauchergruppen, einschließlich Kinder, unwahrscheinlich.

Mehr dazu:http://www.bfr.bund.de/de/a-z_index/fipronil-201438.html

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