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Food-Trends bei jungen Erwachsenen: Von strikt bis egal - Was das Ernährungsverhalten betrifft, so sind junge Erwachsene gespalten zwischen achtsamer Ernährung und „ich esse was ich will“

Berlin, 12. Oktober 2017
Was sind die aktuellen Food-Trends im Lifestyle von Jugendlichen und jungen Erwachsenen? Die Verbraucherzentrale NRW stellte kürzlich auf einer Fachtagung die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung vor. Befragt wurden 1.000 Personen zwischen 18 und 29 Jahren. Beim Lebensmitteleinkauf entscheiden immerhin acht von zehn der Befragten mit. 42 Prozent sind alleinige Entscheider, weitere 44 Prozent teilen sich die Verantwortung für den Einkauf mit jemand anderem.

Von Rüdiger Lobitz/BZfE

In Mehr-Personen-Haushalten ist der Anteil derer, die keinerlei Verantwortung für den Einkauf haben, am höchsten: Jeder Vierte (24 Prozent) junge Erwachsene ist nicht für den Lebensmitteleinkauf verantwortlich.

Bezüglich des Einkaufverhaltens überrascht es nicht, dass 74 Prozent vor allem auf einen günstigen Preis achten; 68 Prozent kaufen Lebensmittel möglichst im Sonderangebot. Immerhin geben aber auch 56 Prozent an, möglichst Produkte mit wenig Verpackung zu kaufen, um Belastungen für die Umwelt zu vermeiden. Die Hälfte (53 Prozent) gibt an, Gemüse gezielt aus der Region und nach Saison zu kaufen. Weniger als die Hälfte versucht stark zuckerhaltige Produkte oder solche mit vielen Zusatzstoffen zu vermeiden, zugunsten des Tierwohls Fleisch und/oder Milchprodukte in Bio-Qualität oder möglichst Fair-Trade-Produkte zu kaufen.

Was das Ernährungsverhalten betrifft, so sind junge Erwachsene gespalten zwischen achtsamer Ernährung und „ich esse was ich will“: Ein Drittel (30 Prozent) gibt an, sehr auf die Ernährung zu achten, etwas mehr als jeder Zehnte (13 Prozent) befolgt sogar strikte Regeln bei der Ernährung. 52 Prozent folgen dagegen keinen Regeln oder Prinzipien. Hinsichtlich spezifischer Ernährungsweisen sind fettarme Ernährung (17 Prozent), zuckerfreie Ernährung (16 Prozent) und kohlenhydratarme Ernährung (13 Prozent) die am weitest verbreiteten Ernährungsstile. 12 Prozent geben an, vegetarische, fünf Prozent vegane Grundsätze zu verfolgen – wenn allerdings berücksichtigt wird, inwieweit Befragte strikten oder weniger strikten Regeln bei ihrer Ernährung folgen, schrumpft der Anteil derer, die sich im strengen Sinne vegetarisch beziehungsweise vegan ernähren auf sieben beziehungsweise drei Prozent.

Zu den Hauptmahlzeiten ist selbst Zubereitetes unter jungen Erwachsenen weit verbreitet: 54 Prozent geben an, mittags mindestens drei Mal pro Woche frisch Zubereitetes zu essen, für 59 Prozent trifft dies auf das Abendessen zu. Mit dem Bildungsstatus steigt der Konsum von frisch Zubereitetem an. Je höher der Bildungsstand, desto seltener wird auf fertig Zubereitetes zurückgegriffen.

Rund ein Drittel (34 Prozent) baut aktiv – ungeachtet des Ortes (zum Beispiel Balkon, Garten, Urban Gardening – Gemüse oder Kräuter an. Dies ist vor allem in familiären oder partnerschaftlichen Mehr-Personen-Haushalten der Fall (jeweils über 40 Prozent), in Ein-Personen-Haushalten und WGs ist dieser Anteil deutlich geringer (jeweils 26 Prozent).

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