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Quark im Check: Auf Kosten der Tiere

Frankfurt/Main, 07. Februar 2018 -
Das „Öko Test“-Magazin wollte in der aktuellen Februar-Ausgabe wissen, welche Qualität Quark hat. 19 Marken hat das Verbrauchermagazin deshalb ins Labor zur umfassenden Analyse geschickt. Außerdem   sollten   die   Hersteller   einen   langen   Fragebogen zur Tierhaltung beantworten. Das Resümee: Die Quarks enthalten zwar keine bedenklichen Inhaltsstoffe, erzeugt werden die Produkte aber teilweise unter tierquälerischen Bedingungen.

Qualität top, Tierwohl flop – so kann man das Testergebnis kurz zusammenfassen. „Öko-Test“ hat die Keimbelastung, den Geschmack und die Konsistenz im Labor untersuchen und zudem checken lassen, ob Verunreinigungen wie Reinigungsmittelrückstande vorliegen. Mit den Analyseergebnissen ist das Verbrauchermagazin zufrieden. Ganz anders ist die Situation jedoch in punkto Tierwohl.

Eines der größten Probleme bei Milchkühen ist die Anbindehaltung. Laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft lebt jede fünfte Kuh in Deutschland angebunden an Ketten. Sie kann nur stehen oder liegen, umdrehen oder laufen ist ihr nicht möglich.

Ebenso grausam: Die meisten Kälber werden ihren Müttern am ersten Tag weggenommen. Denn die Milch ist allein dem Menschen vorbehalten, die Kälber bekommen einen sogenannten Milchaustauscher aus Molkepulver. Nach wenigen Monaten Mast landen   dann   die   Kälber   als   Kalbfleisch   auf   dem   Teller.   Sehr schmerzhaft ist für die Tiere auch die Enthornung. Damit Kühe in den engen Ställen mit ihren Hörnern keine Menschen oder andere Tiere verletzen können, brennen Landwirte den Kälbern während der ersten Lebenswochen die Hornanlagen aus. Die Hornanlagen sind jedoch mit Nerven durchzogen. Betäubt werden die jungen Tiere bei dem Eingriff nicht. Die meisten Kühe kommen zudem aus ihrem Stall nur selten heraus. Dabei sind sie Weidetiere, Stallhaltung ist absolute Tierquälerei. Im Test zeigte sich, dass wenigstens die Tiere der vier Bio-Anbieter regelmäßig auf die Weide durften. „Öko-Test“ macht   allerdings   darauf   aufmerksam,   dass   zwar   alle   Bio-Produkte   besser   abschneiden   als   die konventionellen, dass Bio aber nicht automatisch „sehr gut“ ist. Denn Anbindehaltung und Enthornung betreiben auch ökologisch wirtschaftende Bauernhöfe.

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