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Bio à la Carte mit Stefan Itter

Kirchberg, 08. Mai 2018

Stefan Itter ist Überzeugungstäter. Ein Drittel seiner Arbeitszeit steckt der Landwirt in den Dialog mit seinen Kundinnen und Kunden. Der Biobauer sieht sich als Vermittler "zwischen dem, was Landwirtschaft bedeutet und dem, was Verbraucherinnen und Verbraucher beschäftigt." Wie er das macht? Genuss ist das verbindende Stichwort, denn der gemeinsame Anspruch an das Produkt lautet: hohe Qualität und guter Geschmack. Um das perfekte Genusserlebnis zu bescheren, müssen viele Faktoren stimmen, so Itter. Längst hat der innovative Landwirt die Chancen guten Marketings erkannt. Sein Erfolgsrezept: ein interessantes Produkt, der richtige Name und eine gelungene Inszenierung.

Die wird einmal im Monat aufgeführt - zumindest im Kasseler Bio-Restaurant Weissenstein. Dort kreiert Biobauer Stefan Itter gemeinsam mit dem Metzger Martin Theisinger und dem Koch René Müller ein exklusives Biomenü. Das Besondere: Der Landwirt erklärt den Besuchern während des Essens wie die Produkte erzeugt wurden. 'The farmer is present' nennt er dieses Format. Gäste, die sich auf diesen Versuch einlassen, haben nicht nur ein kulinarisches Rendez-Vous mit einem engagierten Biolandwirten, sondern lernen auch viele Details und verfügen nach der Mahlzeit über eine Portion Extrawissen. Stefan Itters Vision wird schnell klar: miteinander ins Gespräch kommen, um das gegenseitige Verständnis zu fördern.

Dabei ist es dem Unternehmer wichtig, nicht als Moralapostel aufzutreten: "Es geht bei der Biolandwirtschaft nicht um Moral - die hilft nicht weiter. Sondern es geht um das besondere Geschmackserlebnis von speziellen Rinder- und Schweinerassen oder von alten Getreidesorten wie Einkorn, Emmer oder Dinkel", erklärt er. Überzeugen möchte der Biobauer durch Authentizität und nachhaltige Argumente. Sein erklärtes Ziel: Bewusstsein für gutes Essen und das, was dahintersteckt - den Anbau und die Produktion nach Biorichtlinien - zu schärfen. Denn der Wert, der einem Tier und später einem Stück Fleisch beigemessen wird, entspricht derzeit nicht seiner Vorstellung.

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