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Rolling Riesling Show – Die Macher
Die Idee für das ungewöhnliche Joint-Venture zwischen der Weltmarke Gibson und dem unangepassten Winzer mit Doktortitel entstand...

Die Idee für das ungewöhnliche Joint-Venture zwischen der Weltmarke Gibson
und dem unangepassten Winzer mit Doktortitel entstand – wie kann es anders
sein – beim diesjährigen Rock am Ring-Festival. Beide Veranstalter sind in ihrer
Branche bekannt für ihre unkonventionellen kreativen Ideen.

Dr. Martin Tesch ist schon seit Jahren in der eher konservativen Weinszene für
seine mutigen Entscheidungen berüchtigt. Als er sich 2002 dazu entschloss,
seinen Riesling in schwarze Flaschen abzufüllen und ihn in „unplugged“
umzunennen – was so viel heißt wie „ohne Verstärker“ – gab es in der Szene
einen Aufschrei und er verlor auf einen Schlag 40 Prozent seiner Stammkunden.
„So darf ein deutscher Riesling nicht aussehen“ und „So darf ein deutscher
Riesling nicht schmecken“, tobten die Ultrakonservativen, ungeachtet der hohen
Qualität des Naturweins. Im Ausland nahm man das entstaubte Produkt jedoch mit Begeisterung an, heute wird der „unplugged“ in etlichen Szenebars und schicken Restaurants in New York und London ausgeschenkt. Der Name „unplugged“ passt nicht nur gut in die Musikszene, er trifft auch genau den Kern der Tesch-Weinphilosphie: Denn der „unplugged“ kommt so ins Glas, wie er gewachsen ist. Unnatürliche „Verstärker“ wie Dünger oder künstliche Süße haben in dem Riesling nichts zu suchen. Das gilt natürlich auch für die anderen Weine von Tesch, die nach ihrer Lage ganz schlicht Löhrer Berg, Krone oder Königschild heißen. Oder wie der Spätburgunder ganz einfach Deep blue.

Die Einschnitte, die der 38-jährige gelernte Biochemiker im Sortiment des
familiären Traditionsbetriebes vorgenommen hat, waren ebenso radikal: Heute
produziert Tesch statt 40 nur noch zehn Weine, allesamt trocken und zu 85
Prozent Riesling. Das unter anderem nach einer eigenen Farbenlehre klar
gegliederte Konzept des Winzers ist in Deutschland einzigartig und wurde
mehrfach mit Designpreisen, unter anderem dem Red Dot Award, ausgezeichnet.

Zuletzt hat Martin Tesch unter dem Motto „Tesch dreht auf“ dem Korken ade
gesagt und ist komplett auf Drehverschlüsse gewechselt. Seitdem muss Tesch die Weine auch 75 Prozent weniger schwefeln - etwas, für das der sensible
Weinliebhaber mehr als dankbar ist.

Die amerikanische Gibson Guitar Corp. ist weltweit für die Produktion klassischer
E-Gitarren- und Akustikgitarrenmodelle, Mandolinen und Banjos bekannt.
Das HD.6X-Pro Gitarren-System markiert den größten Fortschritt elektrischer Gitarren seit siebzig Jahren. 1894 in Kalamazoo, Michigan gegründet, hat die berühmteste Gitarrenfirma der Welt nun ihren Hauptsitz in Nashville, Tennessee. Seit 1984 besteht die Gibson-Familie aus vielen verschiedenen Marken. Epiphone, Dobro, Valley Arts, Kramer, Steinberger, Tobias, Slingerland, Maestro, Baldwin, Hamilton, Chickering und Wurlitzer gehören zur Dachmarke Gibson, die von Musikern aller Generationen als Ikone gefeiert wurde und wird.

(Quelle Photo: Andreas Durst - Ikonoduke.de)

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