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Gasgrill und Holzkohlegrill, die ewigen Kontrahenten
Zwischen Gasgrill und Holzkohlegrill ist das Verhältnis ungefähr so gut, wie zur Faschingszeit zwischen den Städten Köln und Düsseldorf. Die Liebhaber beider Geräte verstehen sich aber mindestens genau so, etwa vergleichbar mit den Fußballfans von BVB und FC Bayern. Da klafft eine Meinungsverschiedenheit, die eine jede Grillsaison beinahe unweigerlich begleitet. Beide Geräte haben ihre modernen Vertreter in den Läden, jedes seine Vorteile und – zumindest aus Sicht der „Gegenpartei“ auch ihre Nachteile.

Zwischen Gasgrill und Holzkohlegrill ist das Verhältnis ungefähr so gut, wie zur Faschingszeit zwischen den Städten Köln und Düsseldorf. Die Liebhaber beider Geräte verstehen sich aber mindestens genau so, etwa vergleichbar mit den Fußballfans von BVB und FC Bayern. Da klafft eine Meinungsverschiedenheit, die eine jede Grillsaison beinahe unweigerlich begleitet. Beide Geräte haben ihre modernen Vertreter in den Läden, jedes seine Vorteile und – zumindest aus Sicht der „Gegenpartei“ auch ihre Nachteile.

Für beide Grillversionen kann man sich heute im Netz perfekt ausrüsten. In jeder Preislage und Ausstattung kann ein Grill on- und nonline gekauft werden; Zubehör von einer großen Pfanne (für Paella und dergleichen) über den Pizzastein (sehr lecker auch vom Grill) bis hin zu einem Grillspieß Aufsatz mit Spritzschutz (hand- und motorbetrieben für gegrillten Spießbraten usw.) gibt es für beide Gerätetypen.

Der Holzkohlegrill – für viele ohne Frage die Nummer 1
Mit viel Liebe und Mühe, mit Tricks und Geheimnissen wird so mancher Holzkohlegrill zur Grillfete angeheizt. Er braucht einige Vorbereitungen, die man auch nicht auslassen kann; „mal eben schnell“ funktioniert der Kohlegrill eben nicht. Die Holzkohle muss entzündet werden und so lange brennen, bis sich eine ordentliche Glut unter dem Rost befindet. Erst dann ist der Grill betriebsbereit und lässt alles mit dem so geliebten und vor allem typischen Geschmack der Holzkohle garen. Ob mit Deckel oder ohne und egal in welcher Größe – das Grillaroma vom Holzkohlegrill ist und bleibt unverwechselbar und ist genau der Grund, warum das Gerät so viele Fans hat.

Nun gibt es aber natürlich auch den einen oder anderen negativen Aspekt – neben der längeren Vorbereitungszeit bei der Grillfete. Der Holzkohlegrill funktioniert nicht ohne Feuer; und wo Kohle verbrennt, gibt es unweigerlich auch Rauch. In einem Innenhof, umgeben von den Balkonen und Terrassen der Nachbarn, könnte es deswegen auch Probleme und sogar richtig Ärger geben. Wenn die Nachbarin im dritten Stock gerade ihre weiße Wäsche zum Trocknen aufgehängt hat, während unten gerade der Grillkamin mit der Kohle entzündet wird, prallen zwei Ansichten aufeinander: Das eine Interesse gilt einer entspannten Zeit mit leckerem Essen, das andere aber einer sauberen, sprich rußfreien und nicht nach Rauch riechenden Wäsche. Das kann man nicht unter einen Hut bringen und deswegen beschäftigen derartige Situationen auch die Gerichte in aller Welt. Solche – eigentlich – Kleinigkeiten haben schon jahrelange Nachbarschaftsstreits ausgelöst. Absprache mit den Nachbarn, sie vielleicht sogar frühzeitig einzuladen, kann solche Streits vermeiden; außerdem schmeckt es zusammen mit vielen netten Menschen doch immer noch am besten.

Auch das Grillen über einen längeren Zeitraum gestaltet sich mit einem Holzkohlegrill etwas schwieriger beziehungsweise kann nicht ohne Wartezeiten ablaufen. Kommen die Gäste also in gewissen Abständen zum Essen, heißt es entweder, zu warten, bis alle da sind, oder eben in mehreren Durchläufen zu grillen. Die Glut hält ihre ideale Temperatur nur für eine gewisse Zeit; danach muss neu aufgelegt werden.

Es bleibt die Entsorgung der Asche und das Reinigen des Grills. Der Rost ist bei beiden Grillgeräten gleich schmutzig; der Aschebehälter und ein eventuell vorhandener Deckel sind beim Holzkohlegrill etwas reinigungsintensiver. Auch muss der Kohlegrill deutlich länger abkühlen, bis er aufgeräumt werden kann. Beim Gasgrill ist mit dem Abschalten vom Brenner keine Wärmequelle mehr da; die Gefahr eines heißen Grills ist also nach wenigen Minuten vorbei. Die immer noch leicht glühende Asche im Kohlegrill hingegen sorgt noch lange Zeit für ein Restrisiko, etwas zu entflammen. Dennoch bleiben die Fans vom Holzkohlegrill ihrem Liebling treu und nehmen dies alles in Kauf, um den leckeren und unvergleichlichen Geschmack des Grillgutes immer wieder genießen zu können.

Stressfrei mit dem Gasgrill?
Auch beim Gasgrill ist es egal, welches genaue Modell benutzt wird; das Funktionsprinzip ist ja immer gleich. Die Hitzequelle ist hier der Gasbrenner; es gibt Typen mit einem Brenner und größere Grills mit Mehrfachbrennern, die sich meist alle einzeln zu- oder abschalten lassen. Der unschlagbare Vorteil des Gasgrills ist seine Geschwindigkeit. Es reicht, ihn kurz bevor die Gäste kommen, betriebsbereit zu machen – also die Gasflasche anzuschließen und so weiter. Eingeschaltet ist der Brenner in wenigen Sekunden; die Betriebstemperatur erreicht der Gasgrill Rost in Minuten. Hier muss nicht auf die Glut gewartet werden. Je nach Leistung des Brenners (angegeben in kW), kann mit dem Grillen schon nach ein oder zwei Minuten begonnen werden.

Kommen einige Gäste etwas später, ist das mit dem Gasgrill überhaupt kein Thema. Liegt gerade kein Grillgut auf dem Rost, wird er abgeschaltet – kommen die verspäteten Gäste, wiederholt sich einfach das Einschalten des Brenners und das kurze Warten auf das Weitergrillen.

Der schwarze Rauch, den man vom Kohlegrill kennt, fehlt beim Gasgrill – nicht jedoch der Essensgeruch, über den sich oben erwähnte Nachbarin ebenso wenig freuen dürfte, wie über Rauch und Rußpartikel in der Luft. Auch hier kann die frisch gewaschene Wäsche also in Mitleidenschaft gezogen, können sich nicht eingeladene Nachbarn gestört fühlen. Ein Garant für den Frieden in der Siedlung ist also auch der Gasgrill nicht.

Wie oben bereits beschrieben, kühlt der Gasgrill nach seiner letzten Benutzung schneller aus und kann meistens schnell saubergemacht und aufgeräumt werden. Leckeres, frisches Essen zwischen vegan-gesund und fleischaffin ist mit dem Gasgrill ebenso wenig eine Kunst, wie mit dem Kohlegrill. Was man jedoch auch durch Tricks (Rauchsalze etc.) allerdings nicht wirklich erzielen kann, ist der typische Geschmack vom Holzkohlegrill, der beim Gasgrill einfach fehlt.

Battle im Park: Kohle vs. Gas
Beide Grillvarianten gibt es als große Geräte für den Garten, eher unpraktisch zum Transportieren, aber auch als kleinere Versionen „to go“. Ob nun ein Sack mit Holzkohle oder eine Gasflasche mit in den Park genommen werden muss, macht unter dem Strich höchstens beim Gewicht einen Unterschied. Risiken, zum Beispiel einen Flächen- oder Waldbrand auszulösen oder jemanden durch das Grillen zu belästigen, gibt es bei beiden Geräten, was alle Veranstalter und Gäste zu höchster Vorsicht und Verantwortlichkeit antreiben sollte.

Ist ein Grillfest an einem Strand oder in einem Park (oder an einem sonstigen öffentlichen Platz) geplant, darf man hier eines nicht vergessen: Wie etwa in der Stadt Köln gibt es genaue Regelungen, was man darf und was strikt verboten ist. Informieren – durch Recherche im Netz oder am Telefon – kostet nichts und verschafft rechtliche Sicherheit.

Das eigene Gewissen sollte jedem einzelnen vorgeben, die Umwelt und die Natur, aber auch die Kassen der eigenen Gemeinde nicht zu strapazieren. Aller anfallende Müll muss mitgenommen und entsprechend entsorgt werden; ebenso haben sich Grillfreunde um zerbrochene Flaschen beziehungsweise deren Scherben zu kümmern und zwar so, dass am nächsten Tag spielende Kinder und herumtollende Hunde genau so viel Freude an der Natur haben, wie man selbst während des lustigen Nachmittages oder Abends. Belästigung durch Musik, Geschrei oder auch Rauch muss kontrolliert werden – dann gibt es keinen Ärger mit dem Ordnungsamt oder sonstigen Behörden. Somit bleibt, ganz gleich ob mit dem Holzkohlegrill oder Gasgrill, das Fest mit seinen gegrillten Köstlichkeiten wirklich jedem in bester Erinnerung und schreit nach Wiederholung zu gegebenem Anlass.

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