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100 % Arabica? Was die Art der Pflanze wirklich über den Kaffee-Geschmack aussagt

Seit vielen Jahren suggeriert die Werbung für Kaffee, dass das Prädikat „100 Prozent Arabica“ für ausgewogene Qualität aus dem Hochland steht. Doch was ist dran an dem kometenhaften Aufstieg des angeblichen Gütesiegels? 

Schokolade trifft Frucht
Wahr ist, dass Arabica über eine enorme Aromenvielfalt verfügt, welche sich in der Regel durch eine gewisse Säurenote im Kaffee bemerkbar macht. „Doch genau da liegt das Problem, denn ein guter Espresso sollte möglichst wenig Säure haben“, erklärt Till Robert, Geschäftsführer von Zuiano Coffee in Bremen, Hersteller für Nespresso-kompatible Kaffeekapseln. Kenner erwarten von der perfekten Espresso-Bohnen-Mischung daher einen kleinen Anteil an Robusta-Kaffee. Er schmeckt rauchig, malzig und toastig und liefert dadurch nicht nur die nötige Intensität, sondern trägt auch zu einer optimalen Cremabildung bei. Italiener gehen dabei sogar noch einen Schritt weiter: Sie bevorzugen kräftigen Espresso mit einem größeren Anteil an Robusta-Bohnen. Hinzu kommt, dass „100 Prozent Arabica“ zwar Aufschluss über die Bohnensorte, nicht aber über die Qualität gibt, denn es gibt eben auch qualitativ schlechte Arabicas. „Beim Kauf von Wein trifft die Entscheidung für weiß oder rot ja auch noch keine Aussage über die Güte. Ganz ähnlich verhält es sich mit Kaffee: Arabica allein steht noch nicht für vollendeten Kaffeegenuss“, vergleicht Till Robert.     

Informationen unter www.zuiano.com





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