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Bunt und gesund – so schmeckt der Winter: Das Comeback alter Gemüsesorten

Was zu Großmutters Zeiten eine Selbstverständlichkeit war, ist heute fast ein Trend: Das zu essen, was gerade wächst. Für Dorothea Schwietering, Gärtnermeisterin des Demonstrationsbetriebs Hof Medewege, ist es Alltag: „Wir haben den Anspruch, zu jeder Jahreszeit in der Natur gewachsene Nahrungsmittel zu erzeugen und anzubieten, denn das hat viele Vorteile für Mensch und Umwelt.“ Ressourcenschutz spielt hier eine wichtige Rolle: Es spart Energie, wenn im Winter überwiegend saisonale Gemüse, wie Kohl, Wurzelgemüse und Rüben, unter natürlichen Bedingungen auf dem Acker wachsen, statt dass Tomaten, Gurken und Paprika aus beheizten Gewächshäusern kommen. Denn: „Wer möchte schon den vierten Aggregatzustand von Wasser in Form einer im Winter gewachsenen Tomate im Salat haben?“, scherzt Dorothea.

Wintergemüse besticht eben auch durch seinen intensiven, aromatischen Geschmack. Im Bioanbau werden oft in Vergessenheit geratene Sorten angepflanzt, die bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ein besonderes Geschmackserlebnis auslösen. Möglich macht dies auf Hof Medewege die Saatgutvermehrung. „So tragen wir zur Erhaltung und Wiederentdeckung der Kulturpflanzen und ihrer Vielfalt bei“, erklärt Rainer Holst. Neben neuen (alten) Geschmackserlebnissen unterstützt uns Wintergemüse übrigens auch, gesund durch den Winter zu kommen. Rosenkohl zum Beispiel hat zweieinhalb Mal mehr Vitamin C als eine Zitrone. Vom guten Geschmack des Medeweger-Biowintergemüses können Sie sich direkt vor Ort im Hofcafé überzeugen. Hier bereitet Koch Alex Jahn köstliche Gerichte der gehobenen Küche zu – frisch vom Feld. Kurze Verarbeitungswege sind typisch für den Hof, auch das Getreide wird vor Ort gemahlen und fällt von der Mühle gleich in den Rührtopf der hofeignen Bäckerei, die duftendes Brot und leckere Kuchen herstellt – selbstverständlich alles in Demeter-Qualität.

Als Demonstrationsbetrieb setzt sich der Hof Medewege dafür ein, den Ökolandbau in die Öffentlichkeit zu tragen. Daher freute sich das Team besonders, Gastgeber des vom Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖLN) organisierten Blogger-Workshops „Expedition Biowintergemüse“ gewesen zu sein, so Seniorchef Georg Jahn. Zahlreiche Bloggerinnen und Bloggerin, die sich mit Food(-Trends), Rezepten, Kochen und der nachhaltigen Erzeugung von Lebensmitteln beschäftigen, haben sich Ende November vor Ort angeschaut, was im Winter auf dem gut zehn Hektar großen Acker wächst. Die bunte Vielfalt überraschte auch sie: Feldsalat, Steckrübe, Rote Bete, Ringelbete, Zuckerhut, Endivie, Grün- und Rotkohl boten ausgefallene Fotomotive für die Sozialen Netzwerke. Darüber hinaus wurde das selbstgeerntete Gemüse eingekocht, eingeweckt, eingelegt und selbstverständlich verkostet. Das Fazit: Wintergemüse ist bunt und gesund!





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